Herr Gott,
du hast Macht über Leben und Tod.
Du bist Herr der Geister und aller Menschen.
Du tötest und machst lebendig,
führst ins Reich des Todes und wieder heraus.*
Du hast den Menschen geschaffen
und ziehst deine Gläubigen zur dir,
dass sie Ruhe finden.
Deine Geschöpfe wandelst du
und gibst ihnen eine neue Gestalt,
aber du allein bist unveränderlich,
unvergänglich und ewig.
Wir bitten dich für
(Name der verstorbenen Person).
Lass sie (ihn) ruhen in Frieden
und erwecke sie (ihn) am Tage,
den du bestimmt hast
nach deiner Verheißung.
Gib ihr (ihm) teil an den ewigen Freuden.
Gedenke nicht ihrer (seiner) Sünden
und gib, dass ihr (sein) Ausgang
voll Friede sei.
Heile die Trauer der Lebenden
durch deinen tröstlichen Geist
und schenke uns allen
ein seliges Ende
durch Jesus Christus,
deinen Sohn.
Amen!
*Der Satz "führst ins Reich des Todes und wieder heraus"ist ein Zitat aus dem biblischen Buch Hiob - Hiob 13,14.
(Formuliert hat das Beisetzungsgebet der ägyptische Mönch und Bischof Serapion von Thmuis der im Jahr 370 starb. Er wart ein ägyptischer christlicher Theologe und Bischof - ca. 300–370 n. Chr.)
(Valet-Seegen der Umstehenden, wann der Sterbende in Todes-Nöhten begriffen, und nun von hinnen scheiden will:)
Es segne dich Gott, der Vater,
der dich nach seinem Bild geschaffen hat.
Es segne dich Gott, der Sohn,
der dich durch sein Leiden
und Sterben erlöst hat.
Es segne dich Gott,
der Heilige Geist,
der dich zum Leben
gerufen und geheiligt hat.
Gott, der Vater
und der Sohn
und der heilige Geist,
geleite dich
durch das Dunkel des Todes.
Er sei dir gnädig im Gericht und
und gebe dir Frieden
und ewiges Leben.
Amen.
Unser Herr Jesus Christus
seye bey dir,
dass er dich beschütze.
In dir, dass er dich
in deiner letzten Noth erquicke.
Vor dir, dass er dich
in den Himmel führe.
Nach dir, dass er dich erhalte;
über dir, dass er dich seegne,
hie zeitlich und dort ewiglich,
der mit dem Vatter
und Heiligen Geist lebet
und regieret
in alle Ewigkeit.
Amen.
1 Ich erhebe meine Augen zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? 2 Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde erschaffen hat. 3 Er lässt deinen Fuß nicht wanken; dein Hüter schlummert nicht ein. 4 Siehe, er schlummert nicht ein und schläft nicht, der Hüter Israels. 5 Der HERR ist dein Hüter, der HERR gibt dir Schatten zu deiner Rechten. 6 Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden noch der Mond in der Nacht. 7 Der HERR behütet dich vor allem Bösen, er behütet dein Leben. 8 Der HERR behütet dein Gehen und dein Kommen von nun an bis in Ewigkeit.
(Einheitsübersetzung © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart)
5 Herr, lass mich erkennen mein Ende und die Zahl meiner Tage! Ich will erkennen, wie vergänglich ich bin! 6 Siehe: Du machtest meine Tage nur eine Spanne lang, meine Lebenszeit ist vor dir wie ein Nichts. Nur als Hauch steht jeder Mensch da. 7 Nur wie ein Schattenbild wandelt der Mensch dahin, um ein Nichts macht er Lärm. Er rafft zusammen und weiß nicht, wer es einheimst. 8 Und nun, Herr, worauf habe ich gehofft? Meine Hoffnung, sie gilt dir!
(Einheitsübersetzung © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart)
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